„Bist du völlig verrückt geworden?! Willst du meinem Kind schaden?!“ — schrie die Stiefmutter auf, als das Mädchen versehentlich ihren Bauch berührte… Doch schon wenige Minuten später zwang die Wahrheit, die ans Licht kam, die Frau mit Tränen in den Augen um Verzeihung zu bitten 😨😨
Als Laura an ihr vorbeiging, streifte sie nur zufällig mit der Hand den Bauch ihrer Stiefmutter, während sie versuchte, leise zur Tür zu schlüpfen, doch die Frau wich plötzlich erschrocken zurück, als wäre etwas Schreckliches passiert, und im nächsten Moment schlug sie dem Mädchen heftig ins Gesicht.
— Bist du völlig verrückt geworden?! Willst du meinem Kind schaden?! — schrie sie und presste nervös ihre Hand auf den Bauch.
Der Vater sprang sofort vom Stuhl auf, bereit, seine Tochter zu beschuldigen, doch Laura atmete schwer aus, hielt ihre Tränen zurück und lächelte plötzlich bitter.
— Welchem Kind? Vielleicht reicht es langsam mit der Schauspielerei…
Ohne eine Antwort abzuwarten, trat sie näher und zog ruckartig am Stoff des Kleides. Die Frau schwankte erschrocken zurück, verlor das Gleichgewicht, und einen Augenblick später glitt etwas Weiches unter ihrer Kleidung hervor.
Das Kissen fiel dumpf auf den Boden, als wäre mit diesem Geräusch alles zusammengebrochen, was noch auf Lügen aufgebaut war.
Einige Sekunden bewegte sich niemand. Nur die alte Uhr tickte gleichmäßig weiter und machte die Stille beinahe unerträglich.
Viktoria bedeckte instinktiv ihren Bauch mit den Händen, der plötzlich gar nicht mehr zu existieren schien, und trat einen Schritt zurück. Ihr Gesicht wurde sichtbar blass, und ihre Stimme klang seltsam heiser:
— Nein… hört mich an…
Der Mann sah sie an, als würde er sie zum ersten Mal sehen. Noch vor kurzem lag in seinen Augen Sorge um das zukünftige Baby, doch jetzt blieben dort nur Müdigkeit und schwere Enttäuschung zurück.
— Du hast mich glauben lassen, dass wir ein Kind bekommen würden…
Laura stand an der Tür und ballte fest die Fäuste.
— Du hast mich eifersüchtig genannt und ihn glauben lassen, dass ich die Familie zerstören will.
Viktoria versuchte näherzukommen.
— Ich hatte einfach Angst…
— Angst wovor? Dass er von dem anderen Mann erfährt?
Tom drehte sich langsam zu seiner Frau um.
— Stimmt das?
In der Stille ertönte die Türklingel. Dann noch einmal.
Laura wurde blass.
— Er ist früher gekommen, als ich erwartet hatte…
— Wer?
Langsam hob sie das Telefon.
— Der Mann, mit dem sie dich betrogen hat.
Und in diesem Moment ertönte aus dem Flur eine vertraute Stimme:
— Mach auf… wir müssen reden.
Tom wurde plötzlich kreidebleich. Diese Stimme erkannte er sofort… 😱😱
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Als Erste bewegte sich die Frau. Ruckartig, fast panisch.
— Mach nicht auf! — brachte sie hervor, und in ihrer Stimme lag zum ersten Mal nicht die Angst vor der Entlarvung, sondern etwas beinahe Verzweifeltes.
Doch Tom war bereits an der Tür. Seine Hand zitterte, als er das Schloss aufdrehte.
Vor der Tür stand sein jüngerer Bruder.
Genau der Mensch, mit dem er jahrelang gemeinsam das alte Ferienhaus repariert, über Fußball gestritten und schweigend den Tod des Vaters verarbeitet hatte. In der Hand hielt er ein Telefon, sein Gesicht wirkte erschöpft und seine Augen schuldbewusst.
Die Luft im Flur wurde plötzlich schwer.
— Verzeih mir… — sagte der Bruder leise. — Ich konnte nicht länger schweigen.
Die Tochter erstarrte.
Viktoria bedeckte ihr Gesicht mit den Händen.
Der Mann sah seinen Bruder an, ohne zu blinzeln, als würde sein Verstand sich weigern, das Bild zusammenzufügen.
— Ist das ein Scherz? — brachte er schließlich hervor.
Der Bruder schüttelte langsam den Kopf.
Die ganze Wahrheit kam nicht sofort ans Licht. Schon ein halbes Jahr zuvor hatte der Mann daran gedacht, die Scheidung einzureichen. Die ständige Kälte, gegenseitige Vorwürfe und das Gefühl, dass die Familie nur noch aus Gewohnheit zusammenhielt, zerstörten das Zuhause langsam, fast unmerklich. Die Frau bekam Angst vor der Einsamkeit. Ein Fehler, eine kurze Affäre, Schuldgefühle, die sich später in einen verzweifelten Versuch verwandelten, alles festzuhalten.
— Ich dachte, wenn ein Kind kommt… würdest du mich wieder ansehen wie früher, — flüsterte sie.
Tom setzte sich schwer auf den Stuhl und rieb sich das Gesicht mit den Händen. Doch am meisten traf ihn etwas anderes: Seine Tochter hatte die ganze Zeit versucht, die Wahrheit zu sagen, und er hatte in ihren Worten nur jugendliche Eifersucht gesehen.
Er sah sie lange und aufmerksam an.
— Verzeih mir, — sagte er leise.
Sie antwortete nicht sofort. Sie nickte nur, und in ihren Augen verschwand zum ersten Mal seit Monaten die Anspannung.
